21.06.2026 - 11:30 Uhr Lesen gegen das Vergessen

Ab dem 10. Mai 1933 verbrannten die Nazis und ihre Unterstützer*innen in zahlreichen Städten in ganz Deutschland abertausende von Büchern. Unter den verbrannten Büchern war alles zu finden, was der menschenfeindlichen Ideologie der Nazis zuwiderlief: 

Romane jüdischer und anderer demokratischer Schriftsteller:innen, Schriften der Theoretiker:innen aus der Bewegung der Arbeiter:innen und der fortschrittlichen Sexualwissenschaft, queere Literatur und viele weitere Bücher und Texte fielen den Flammen zum Opfer. Symbolisch wurde damit nicht nur die Vernichtung von Gedanken, sondern schlussendlich auch die von Menschen angekündigt.

In Darmstadt verbrannten nationalsozialistische Studierende am 21. Juni 1933 auf dem Mercksplatz zahlreiche Bücher, während im gleichen Zeitraum die letzten Reste nicht-faschistischen Organisationen gleichgeschaltet oder verboten wurden. Widerstand dagegen fand auch in Darmstadt nur vereinzelt statt und wurde zerschlagen, wie etwa die Widerstandsgruppe um Georg Fröba. 

Das, was damals passiert ist, kann, wenn auch vielleicht nicht in gleicher Form. wieder passieren. Dass es dazu nie wieder kommt, ist ein Auftrag, antifaschistisch und demokratisch aktiv zu sein. Deshalb lesen wir am 21. Juni gegen das Vergessen aus Büchern, die 1933 von den Nazis verbrannt wurden.

  • Sonntag, 21.06.2026
  • ab 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr
  • Gedenkplatte „Bücherverbrennung“ vor dem Eingang des Jugendstilbades Darmstadt

Veranstalter: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Kreisvereinigung Darmstadt / Dieburg / Groß-Gerau

Unterstützende und Mitwirkende sind bis jetzt die folgenden Organisationen: GEW Darmstadt, ver.di Ortsverein Darmstadt, Attac