Resolution der Studierendenschaft zur geplanten Erhöhung des Sozialbeitrags

- beschlossen auf der 3. Sitzung des 55. Studierendenparlaments am 26.05.2026 -

Die Studierendenschaft der Hochschule Darmstadt fordert:

Beitrag & Finanzen

  1. Die geplante Erhöhung des Sozialbeitrags von 103 EUR um bis zu 40 EUR (~39 %) kritisieren wir. Wir fordern die Landesregierung auf die Studierendenwerke bedarfsgerecht auszufinanzieren. Lücken dürfen nicht ausschließlich über den Sozialbeitrag gefüllt werden.
  2. Der Sozialbeitrag darf zukünftig nicht weiter steigen. Vor jeder Erhöhung sind Sparmaßnahmen auszuschöpfen. Mehreinnahmen, etwa durch Landesmittel oder nicht nachbesetzte Stellen, sind zur Beitragssenkung einzusetzen.
  3. Stellen außerhalb der Hochschulgastronomie sind nach Ausscheiden nicht standardmäßig
    nachzubesetzen.
  4. Die Möglichkeit einer Verwaltungszusammenlegung mit anderen hessischen  Studierendenwerken ist ergebnisoffen zu prüfen. (2024: 35,71 FTE allein in der Darmstädter Verwaltung).(1)
  5. Das Studierendenwerk soll prüfen, ob Leistungen der Psychotherapeutischen  Beratungsstelle (PBS) als Kassenleistung abgerechnet werden können. Studierende dürfen keine Leistungen selbst zahlen, die dem GKV-Leistungskatalog unterliegen. Außerdem sollen Koorperationen mit Krankenversicherungen geprüft werden.

Transparenz

  1. Der Geschäftsbericht 2025 ist online zu veröffentlichen bzw. ein vorläufiger Bericht dem AStA zur Verfügung zu stellen. Wer mehr Geld fordert, muss seine Zahlen offenlegen.
  2. Den Studierenden soll eine verständliche Aufschlüsselung des Sozialbeitrags auf einer DIN-A4-Seite bereitgestellt werden.

Hochschulgastronomie

  1. Das bisherige hochschulgastronomische Angebot ist vollständig zu erhalten. Kürzungen machen das Angebot unattraktiver und senken die Einnahmen. Die 2 EUR-Nudelgerichte sollen erhalten bleiben. Externe sollen über den Gastaufschlag ebenfalls an der Füllung der Finanzierungslücke beteiligt werden.
  2. Das Bistro Haardtring bleibt geschlossen. Drei Mensen am Zentralcampus sind nicht notwendig; die Forderung nach Wiedereröffnung kommt aus dem Kreis der Professor*innen, nicht der Studierenden.
  3. In der vorlesungsfreien Zeit ist die Mensa Schöfferstraße statt des Schöffers zu betreiben. Laut Studierendenwerk spart dies bis zu 30.000 EUR jährlich.
  4. Der Standort Dieburg ist montags bis freitags in den Vorlesungszeiten zu erhalten. Statt Sparmaßnahmen braucht es mehr Marketing in Kooperation mit den Fachschaften vor Ort und dem AStA.
  5. Die Studierendenschaft erhält die Möglichkeit, das Campusrestaurant Schöffers und die Mensen für Veranstaltungen ohne Aufpreis zu nutzen.

Begründung

Wir verstehen uns als Solidargemeinschaft, in der das Studierendenwerk einen sozialen Auftrag erfüllt. Eine Beitragserhöhung um bis zu 40 % auf einen Schlag stellt diesen Grundgedanken infrage, eine schrittweise oder moderatere Anpassung würden wir begrüßen. Sie trifft alle Studierenden unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Lage. Bevor Beiträge erhöht werden, müssen interne Einsparpotenziale konsequent genutzt werden.

Solidargemeinschaftliche Grüße
Ralph Körner (StuPa-Liste cats) & Gabriel Becker (AStA-Referent für Fachschaften)

Quelle:

(1) https://studierendenwerkdarmstadt.de/wp-content/uploads/2026/04/stwda_Nachhaltigkeitsbericht_23_24.pdf?x91295 Seite 56